Abbruch des "Politikwechsels"?
Wir stehen vor der Zäsur sozialdemokratischer Reformpolitik
Detlev
von Larcher MdB
Andrea
Nahles MdB Bonn, 15.06.1999
"Der Schlüssel zur Konsolidierung
der Staatsfinanzen ist die erfolgreiche Bekämpfung der Arbeitslosigkeit
sowie eine sparsame Haushaltspolitik, die Spielräume für Zukunftsinvestitionen
erst eröffnen kann. Dabei wird die neue Bundesregierung Maßnahmen
Vorrang geben, die neue Arbeitsplätze schaffen oder Arbeitsplätze
sichern und den Strukturwandel voranbringen."
Aufbruch und Erneuerung – Deutschlands
Weg ins 21. Jahrhundert. Koalitionsvereinbarung zwischen SPD und Bündnis
90/Die Grünen
I.
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Der Ausgang der Europawahl und der Kommunalwahlen
in 6 Bundesländern zeigt ein sich verfestigendes, fatales Mobilisierungsproblem
der sozialdemokratischen WählerInnenschaft. Die SPD hat verloren durch
historisch niedrige Wahlbeteiligung, durch das Zuhausebleiben vieler offensichtlich
un- oder demotivierter StammwählerInnen, sie hat direkt verloren an
die CDU und an die PDS. Besonders alarmierend ist der Einbruch bei den
Erst- und JungwählerInnen nach allmählicher Konsolidierung in
den vergangenen Jahren. Diese Wahlen waren eindeutig "Denkzettelwahlen"
für die Politik der Bundesebene. Das Ergebnis ist eindeutig und muß
zur Überprüfung des gegenwärtig eingeschlagenen Pfades der
SPD- und Regierungspolitik veranlassen. Die vorläufige Auswertung
der entscheidenden Themen ergibt, daß nach wie vor der Problemdruck
der Massenarbeitslosigkeit im Vordergrund steht. Hier hat die Bundesregierung
und die SPD eine Lücke zwischen den durch den Wahlsieg erweckten Hoffnungen
und dem erfahrbaren Alltag bisheriger Regierungspolitik und ihrer Reformschritte.
Ohne greifbare und spürbare Erfolge auf dem Arbeitsmarkt verlieren
die Debatten um die Durchsetzung von Reformen z.B. im 630-DM-Bereich und
bei der Scheinselbständigkeit an Perspektive. Die Konstellation eines
Bündnisses mit der "Neuen Mitte" scheint von zwei Seiten unter Glaubwürdigkeitsdruck
zu geraten: Die undankbare "Neue Mitte" wählt wieder das "Original"
der CDU und das sozial orientierte Klientel der SPD bleibt zu Hause. Die
"Kleinen Leute" haben sich am 27.9. als Gewinner gesehen und fühlen
sich nunmehr subjektiv als Verlierer.
-
Pünktlich zum Beginn des Sommerloches
– und nach der Veröffentlichung des Blair/Hombach/Schröder-Papiers
- wird das Kabinett den Entwurf des Finanzministers über ein Einsparvolumen
von etwa 30 Milliarden DM im Haushalt 2000 beraten und der öffentlichen
wie parteiinternen Debatte überantworten. Nicht nur der Zeitpunkt,
auch die Bedingungen, unter denen dann die Diskussion erneut eröffnet
werden wird, sind negativ: Nahezu alle bisher bekannt gewordenen Sparmaßnahmen,
insbesondere diejenigen im Sozialhaushalt, werden die Wahlchancen der SPD
bei den weiteren anstehenden Wahlen reduzieren. Dies wird auf Dauer erhebliche
Auswirkungen auf die Situation im Bundesrat haben.
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Das äußerst ehrgeizige Sparziel
setzt die rot-grüne Koalition unter das Hochrisiko eines selbst gesetzten
Erwartungs- und Erfolgsdrucks. Gleichzeitig werden politische Gestaltungsspielräume
in Koalition und Fraktion eingeschränkt. Es wurde ein Horizont des
Alles oder Nichts, des Sieges oder der Niederlage – auch in der innerparteilichen
Debatte erzeugt. Es mögen einige darauf hoffen, daß die Suppe
nicht so heiß gegessen wird, weil die erwartbaren Kritiker (mit dem
Schwarzen Peter) noch "Nachbesserungen" durchsetzen. Diese Hoffnung, wenn
es sie denn gibt, ist jedoch eine Illusion. Die Sozialdemokratie und den
Sozialstaat gegen die Sozialdemokratie und die Regierung zu verteidigen,
könnte selbst eine noch so starke Parteilinke nicht leisten. Die Minister
und führenden Fraktionspolitiker sind in ihrer Verantwortung gefragt.
Wenn von dort nichts kommt, gibt es keinen Kampf, den zu führen es
lohnt.
-
Der Ansatz von Eichels Sparpragmatismus
ist der Einsicht in die Notwendigkeit einer Konsolidierung geschuldet.
Durch die zeitliche Kombination mit dem Blair/Hombach/Schröder-Papier
gewinnt die Debatte um den Sparhaushalt und die damit notwendig verbundenen
"Operationen" im Sozialbereich, bei Bildung/Qualifikation und bei Investitionen
jedoch den Charakter einer sozial- und reformpolitischen Zäsur. Die
Ideologie der "Neuen Mitte" nutzt die Sparstrategie als Hebel, um in ihrem
Sinne programmatische Veränderungen voranzutreiben.
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Sparstrategie und "Neue-Mitte-Papier"
folgen einer wochenlangen, auch aus dem Kanzleramt genährten Phase
der Attacken auf die 630-DM-Reform und bei der Scheinselbständigkeit.
Hier hat sich die SPD selbst in die Defensive manoeuvriert. Offensichtlicher
Hintergrund ist der Versuch, den unausgegorenen Konzepten für einen
sozialabgabensubventionierten Niedriglohnsektor damit zum Durchbruch zu
verhelfen, indem man die Einbeziehung der Niedriglöhne bis 630 DM
in die Sozialversicherung zerredet. Zur reformpolitischen Defensive kommt
die politische und psychologische Belastungsprobe durch die Teilnahme Deutschlands
am NATO-Kriegseinsatz im Kosovo, deren glückliche Beendigung trotz
der Verdienste der Bundesregierung über die langfristigen Folgen für
die Menschen dort nicht hinwegsehen läßt.
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Das verheerende Echo auf das intellektuell
bestenfalls karge britisch-deutsche Papier bei Gewerkschaften, in der Partei
und bei unseren französischen Partnern und der Beifall bei F.D.P.
und Unternehmerverbänden zeigt zugleich die Schwäche der Strategie
der neuen Mitte. Wer in erster Linie und einseitig die hergebrachte Sozialstaatlichkeit
kritisiert und ungebeten den Gewerkschaften (und nicht den Unternehmern)
Reformbedarf anempfiehlt, wer von der CDA von links attackiert werden kann,
der verschiebt die "Neue Mitte" in eine Lage zwischen Union und F.D.P..
Die erfolgreiche sozialdemokratische Bündniskonstellation des Wahlkampfes
und Wahlsieges – illustriert durch die Parole "Innovation und Gerechtigkeit"
wird so zerschlagen. Die Strategie der "Neuen Mitte" kann so keine Erfolgsstrategie
sein. Die Gefahr droht zusätzlich, daß konzeptionelle und strategische
Schwächen durch Lautstärke und Aktionismus ausgeglichen werden
müssen. Ein reformpolitisches Gesamtkonzept und ein mittelfristiger
Rahmenplan der parlamentarischen und Regierungsarbeit fehlen auch 9 Monate
nach der Bundestagswahl.
-
Die anstehenden Reformen sämtlicher
Sozialversicherungssysteme und der Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik
werden von vorne herein in das selbstverordnete Stahlkorsett einer rigiden
Ausgabenbegrenzung gezwängt, was weder die erforderliche reformerische
Phantasie stimuliert noch den vorhandenen Gestaltungsspielraum erhält
oder erweitert. Im Gegenteil: Sinnvolle und notwendige Reformvorhaben werden
kompromittiert, weil sie nur noch als Sparmaßnahme begriffen werden
können.
-
Zu befürchten ist insbesondere, daß
die gewaltigen Einsparungen im Haushalt, die gegen den Sozialstaat gerichtete
Rhetorik und die notwendig mit der rigiden Sparpolitik verbundenen sozialen
"Grausamkeiten" lediglich der Vorbereitung einer Nettoentlastung für
die Unternehmen dienen könnten. Dies wäre die offene Rückkehr
zur Umverteilungspolitik der neoliberalen Politikperiode. Die Linke in
der SPD könnte letztlich im Bundestag eine solche Politik nicht mitmachen.
Die Frage ist jedoch, ob sie sich dieser Verantwortung bewußt ist.
II.
Der Bund wie auch die Länder und
Gemeinden befinden sich in einer äußerst schwierigen haushaltspolitischen
Situation. Die Zins-Steuer-Quote des Bundes liegt nach 16 Jahren neoliberaler
Wirtschafts- und Haushaltspolitik bei etwa 24%. Generell liegt die Unterdeckung
des Haushaltes bei 80-90 Milliarden, das strukturelle Haushaltsproblem
(Löcher und Mindereinnahmen aus Privatisierungserlösen) beläuft
sich tatsächlich auf etwa 30 Milliarden DM. Das Wirtschaftswachstum
wird in der nächsten Zukunft geringer ausfallen als erwartet und kaum
höher als bei 1% liegen.
Dies rechtfertigt jedoch nicht, unter
Hinweis auf einen Finanzierungsvorbehalt, sämtliche reformpolitischen
Ansätze im Wahlprogramm und der Koalitionsvereinbarung auf den Sankt-Nimmerleins-Tag
zu verschieben oder ganz zu streichen. Die SPD ist nicht gewählt worden,
damit sie wie schon die Kohl-Regierung vermeintliche Sachzwänge vorschiebt,
um den Verzicht auf aktive politische Gestaltung im Interesse großen
Mehrheit der Bevölkerung zu begründen – zumal die Haushaltslage
grob bereits vor der Regierungsübernahme bekannt war.
Es wäre ein Witz der Geschichte,
würde die Kohlsche Erblast dafür sorgen, daß Sozialdemokraten
die Kohl-Politik überbieten müßten.
Die hohe Nettoneuverschuldung, die
für 2000 zu erwarten ist, geht nicht in erster Linie auf ein Ausgabenproblem,
sondern zumindest ebenso stark auf ein Einnahmenproblem zurück. Ein
Ausgabenproblem existiert vor allem dort, wo die Massenarbeitslosigkeit
gewaltige zusätzliche Ausgaben verursacht. Dies betrifft insbesondere
den Bundeszuschuß an die Bundesanstalt für Arbeit. Dieses Ausgabenproblem
werden wir nur in den Griff bekommen, wenn wir die Arbeitslosigkeit abbauen.
In der gegenwärtigen labilen konjunkturellen Situation wird dies mit
massiver Sparpolitik nicht gelingen.
Der Nachfrageausfall in Höhe der
Einsparungen und die unbezifferbaren zusätzlich bei Betroffenen induzierten
Nachfrageausfalleffekte sind Gift für die Binnenkonjunktur und dämpfen
das Wirtschaftswachstum zusätzlich. Die Einsparung bei investiven
Ausgaben würde sogar direkt Beschäftigung abbauen und die Arbeitslosenquote
erhöhen. Zudem würde dadurch die Grenze für die Nettoneuverschuldung
gesenkt. Sprich: die Effekte einer übertriebenen Sparpolitik verschärfen
die Rahmenbedingungen des Haushaltes und generieren zusätzlichen Spardruck.
Auf der anderen Seite gibt es an mehreren
Punkten ein Einnahmenproblem.
1. Spiegelbildlich zu den durch Arbeitslosigkeit
bedingten Mehrausgaben gibt es auch Mindereinnahmen bei der Lohnsteuer
(und den Sozialversicherungsbeiträgen). In einer - bedingt durch die
weltwirtschaftliche Entwicklung - Phase schwacher Konjunkturentwicklung
ist es grundfalsch, diese Mindereinnahmen durch entsprechende Sparanstrengungen
auszugleichen. Die Erfahrungen in den USA (die Anfang der 90er Jahre hohe
Haushaltsdefizite in Kauf genommen haben und nun Haushaltsüberschüsse
erwirtschaften) und in Japan, das mit einer zu zögerlichen und vorsichtigen
Konjunkturpolitik bis heute nicht aus der Krise gekommen ist, belegen dies.
2. Wie zahlreiche Studien belegen,
liegt die effektive Unternehmensbesteuerung in Deutschland auf einem im
internationalen Vergleich niedrigen Niveau. Sie ist in den letzten Jahren
stark gesunken; Einkommen aus Unternehmertätigkeit und Vermögen
werden effektiv nur noch mit rund 15% belastet. Bei der Unternehmenssteuerreform
kann es deshalb keinesfalls darum gehen, die Unternehmen insgesamt nochmals
zu entlasten. Im Gegenteil muß die Unternehmenssteuerreform so angelegt
werden, daß sie mittelfristig wieder zu einer deutlichen Erhöhung
der Steuereinnahmen führt. Die Schaffung eines einheitlichen, rechtsformneutralen
Unternehmenssteuerrechts ist gerade dazu notwendig, die vielfältigen
Gestaltungsmöglichkeiten einzudämmen und so von allen Unternehmen
und Unternehmern einen angemessenen Beitrag zur Finanzierung öffentlicher
Aufgaben erheben zu können.
3. Die gesamtwirtschaftliche Steuerquote
ist inzwischen mit 22% auf einem historischen Tiefststand angelangt. Nur
die Tatsache, daß die Steuerlast überaus ungerecht verteilt
ist, läßt in weiten Teilen der Bevölkerung die Behauptung
verfangen, die Steuern seien zu hoch. Wenn nun, aufgrund des Urteils des
Bundesverfassungsgerichts, die steuerlichen Regelungen für Familien
mit Kindern deutlich verbessert werden, begrüßen wir dies. Vor
dem Hintergrund der insgesamt niedrigen Steuerbelastung gibt es jedoch
keinen zwingenden Grund, einfach in entsprechendem Umfang auf Steuereinnahmen
zu verzichten und stattdessen Einsparungen vorzunehmen. Es ist absehbar,
daß diese Einsparungen auch diejenigen treffen werden, die mit dem
Familienlastenausgleichsgesetz entlastet werden sollen.
III.
Zur extremen, unausgewogenen und isolierten
Sparpolitik gibt es Alternativen:
-
Zunächst ist daran zu erinnern, daß
bereits starke Einschränkungen des Haushaltswachstums unterhalb des
Wirtschaftswachstums sowie ein linearer Personalabbau vereinbart sind,
deren mittelfristige Wirkung zu einer deutlichen Konsolidierung führen
werden.
-
Auch die Politik des Subventionsabbaus
und der Überprüfung von Sondervergünstigungen ist angebracht
und zu unterstützen.
-
Zum Ausgleich der Mindereinnahmen ist
es notwendig, endlich wieder die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
steuerlich zu würdigen, die sich aus dem Vorhandensein großer
Vermögen ergibt. Der Auftrag der Koalitionsvereinbarung, die Möglichkeiten
einer Wiedereinführung der Vermögensteuer zu prüfen, muß
endlich umgesetzt werden. Im Zusammenhang mit der Senkung des Einkommensteuertarifs
durch das Steuerentlastungsgesetz gibt es hierfür auch im Hinblick
auf den sog. Halbteilungsgrundsatz des Bundesverfassungsgerichts weitreichende
Spielräume.
-
Zusätzlich zur dauerhaften Wiedereinführung
der Vermögenssteuer ist zu prüfen, in welcher Form Besitzer großer
Vermögen befristet zur Bewältigung der aktuellen Haushaltsprobleme
herangezogen werden können. Dies ist umso mehr gerechtfertigt, da
diese auch in hohem Maße von der hohen Staatsverschuldung profitiert
haben.
-
Mit einer Reform der Erbschafts- und Schenkungssteuer
muß das Aufkommen dieser Steuer zumindest auf das bei deren Änderung
1997 angestrebte Niveau von rund 7 Mrd. DM, besser noch auf mindestens
10 Mrd. DM angehoben werden. Selbst mit dieser Höhe wäre ihr
Beitrag zur Herstellung von Chancengleichheit noch weit unter dem gesellschaftspolitisch
sinnvollen Maß. Ein sozial gerechter Freibetrag ist bei der Steuergestaltung
vorzusehen.
-
Die Kappung des Splittingvorteils des
Ehegattensplittings und/oder die Reduzierung des Splittingdivisors kann
gleichfalls zu Einnahmeverbesserungen führen.
-
Nach wie vor steht auch die (bereits 1997
vom SPD-Parteivorstand beschlossene) Auflage eines "Aktionsprogramm gegen
Wirtschaftskriminalität und Steuerhinterziehung" aus,. Ein solches
Programm kann nicht nur ca. 5 Milliarden Mehreinnahmen erbringen, sondern
führt darüberhinaus zur Herstellung von mehr Steuergerechtigkeit.
Die Kombination dieser Maßnahmen
mit einer moderaten Sparpolitik würde den angestrebten Effekt eines
Ausgleichs des Strukturdefizits von 30 Milliarden DM, die Verminderung
der Nettoneuverschuldung und die angestrebte dauerhafte Konsolidierung
auch erreichen, freilich bei politisch deutlich geringeren Kosten und mit
dem Erhalt sozialdemokratischer Gestaltungsfähigkeit.
Eine extreme Sparpolitik ist weder
politisch noch ökonomisch erforderlich. Sie steht darüber hinaus
in einem fünffachen Widerspruch:
-
zum wachsenden Reichtum in unserer Gesellschaft
und zur ungerechten Lastenverteilung, solange darauf verzichtet wird, die
großen Vermögen überhaupt angemessen an der Finanzierung
gesellschaftlicher Aufgaben zu beteiligen
-
zur Kontinuität einer "konjunkturgerechten
und soliden Finanzpolitik mit einer Verstetigung der öffentlichen
Zukunftsinvestitionen auf möglichst hohem Niveau" (Koalitionsvertrag)
-
zur Zukunft einer aktiven Reformpolitik
mit Leistungsprogrammen in den Bereichen Bildung/Ausbildung, Arbeitsmarktpolitik,
Familienpolitik, Wohnungspolitik, Frauen und Jugend
-
zu den Interessen der sozialdemokratischen
Wählerschaft
-
zur Hauptaufgabe der Bekämpfung der
Massenarbeitslosigkeit in unserem Lande und in Europa.
IV.
Wir fordern die Rückkehr zum erfolgreichen
und vereinbarten Pfad der Koalitionsvereinbarung. Nicht das Sparen, sondern
die Bekämpfung der Massenarbeitslosigkeit hat Priorität bei der
Reformpolitik und im Hinblick auf die Haushaltskonsolidierung.
Im Bündnis für Arbeit und
durch eigene Gesetzesinitiativen brauchen wir hier rasche Erfolge
-
durch die effektivere und aktivere Gestaltung
der Arbeitsmarktpolitik
-
durch verbesserte Bildung und Qualifikation
-
durch Abbau der Überstunden, bessere
Verteilung des Arbeitsvolumens und Zunahme abgesicherter und flexibler
Teilzeitstellen
-
durch Förderung von kleinen und mittleren
Unternehmen und neuer Selbständigkeit
-
durch die öffentliche Unterstützung
der wachsenden Arbeitsplatzpoteniale des modernen Dienstleistungssektors
-
durch die Einbeziehung nicht ausbildender
Betriebe in die Umlagefinanzierung der Berufsbildung und eine Garantie
ausreichender qualifizierter Ausbildungsplätze von Wirtschaft und
Gesellschaft
-
durch Investitionen in Zukunftstechnologien,
Infrastruktur und Umweltschutz.
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P/C FRANKFURTER KREIS
- Bund Bonn, 15.06.1999
C FRANKFURTER KREIS - RGs
Weser-Ems/Wilhelmshaven
Torsten
Christoph/Wilhelmshaven, 24.06.1999, 15:25 Uhr (MESZ)